Theater Regie

»Eheszenen« heißt die Produktion, die eine umjubelte Premiere feierte und in der, wie der Titel verheißt, Gefühle und Beziehungs­stolper­fallen – mit Augen­zwinkern – im Rampen­licht stehen. Mit Gespür für Höhen und Tiefen und die feinen Nuancen der trauten Zwei­samkeit hat Regisseurin Gisela Maria Schmitz 17 theatrale Szenen entworfen.
Donaukurier zu »Eheszenen« Altstadttheater Ingolstadt
Die Regisseurin bietet keinen schnöden Frontal­unterricht. Das Publikum sitzt in einer roten Arena, also unmittelbar am Geschehen. Ein eisernes Bett­gestell ist das multi­funktio­nale Requisit und dient beispiels­weise auch als Schiff, auf dem die Schauspieler eine stürmische Seefahrt spielen. Tolle Szenen wie auf Zuruf. Dass sie so spontan wirken, unter­streicht die Klasse der Aufführung.
Südwest Presse zu »Mein Vater Che Guevara« Theater Ulm
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Regisseurin Schmitz beweist ein kluges Gespür für Tempo, Timing, Rhythmik, spielt mit Brüchen und Gegen­sätzen und bedient doch wunder­bar das Genre. Sie setzt – auch bei den über­leitenden Zwischen­texten – auf Reduk­tion und über­lässt den Rest ganz und gar ihren Darstelle­rinnen, ihrer zwingenden Präsenz und der Kraft der Worte.
Donaukurier zu »Du hängst mir schon lang zum Aug’ raus« Altstadt­theater Ingolstadt
Die Mitspieler:innen aus der Amateur­theater­gruppe betonen immer wieder, dass sie von der Theater­arbeit gerade auch im beruf­lichen Kontext profitieren: »Ich bin selbst­sicherer, selbst­bewusster und gleich­zeitig offener geworden. Durch die Theater­arbeit habe ich mich selber besser kennen­gelernt.«
Theater in der Scholastika München

Regie führen heißt aus unter­schied­lichs­ten Persön­lich­keiten ein Ensemble formen, denn nur im Mitein­ander kann Theater wirklich gelingen.

Schon als Kind wollte ich zum Theater. Kein Wunder, denn mein Vater war Theatermaler und nahm mich regelmäßig mit in die Werkstätten und hinter die Bühne. Ich wusste – Theater ist meine Welt.

Mit großem Engagement studierte ich Theaterwissenschaft, schloss das Studium ab und bekam im Anschluss eine Stelle als Regie­assistentin am Bayerischen Staats­schauspiel. Und hier wurde mir klar – meine Leidenschaft und meine Fähig­keiten liegen in der Theaterregie.

Mittlerweile kann ich auf über 90 Inszenie­rungen zurück­blicken – an verschiedenen Stadt­theatern, an der Schauspiel­schule, die ich sieben Jahre geleitet habe, in der freien Szene, im Kabarett und mit diversen Musik­formationen. Auch die Amateur­theater­gruppe, mit der ich seit über 25 Jahren zusammen­arbeite, ist ein wichtiger Bestandteil meiner künstlerischen Arbeit.

Inszenieren ist Führung pur. Schauspiele­rinnen und Schau­spieler wollen gefördert, gefordert und in ihrer Indivi­dualität gesehen werden. Mit dem einen arbeite ich über Körper und Emotionen an seiner Figur, während die andere über eine gemeinsame rationale Auseinander­setzung zu ihrer Rolle findet. Regie führen heißt aus unter­schied­lichsten Persön­lichkeiten ein Ensemble formen, denn nur im Miteinander kann Theater wirklich gelingen. Regie führen heißt aber auch, klare Grenzen zu setzen und unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

Ein besonders wichtiger Bestandteil aller meiner Inszenierungen ist Musik, auch und gerade im Schauspiel. Sei es live oder eingespielt, sei es instrumental oder gesungen – ohne Musik ist Theater für mich nicht denkbar. Aus diesem Grund arbeite ich sehr gerne mit Musikerinnen und Komponisten zusammen – und natürlich mit Bühnen- und Kostüm­bildnerinnen. Das Besondere unserer Arbeit ist, dass alles an einem fest­gelegten Tag, zu einer ganz bestimmten Uhrzeit definitiv fertig sein muss. Diese Mischung aus Erleichterung und gleich­zeitigem Lampen­fieber, wenn dann die Premieren-Vorstellung beginnt, das ist es, was ich in meinem Leben nicht missen möchte.

Inszenierungsfotos

Inszenierungsvideos